Glen Mhor

Glen Mhor

HighlandsVereinigtes Königreich

Glen Mhor war eine Highland-Single-Malt-Scotch-Whisky-Destillerie in Inverness. 1892 gegründet, verfügte sie über zwei traditionelle Pot Stills und war für ihre innovativen Produktionsmethoden bekannt, einschließlich der frühen Einführung von Saladin-Maischbottichen. Die Destillerie begann in den 1960er Jahren offiziell mit der Abfüllung ihres Single Malts, fiel jedoch der Branchenkrise zum Opfer und stellte 1983 den Betrieb ein. Die Gebäude wurden 1986 abgerissen, und heute wird Glen Mhor als eine der verlorenen Destillerien Schottlands in Erinnerung behalten, wobei die verbleibenden Lagerbestände bei Sammlern und Kennern wegen ihrer Rarität und historischen Bedeutung sehr begehrt sind.

Adresse:
Telford Street, Muirtown,Inverness,Inverness-shire

Geschichte

John Birnie war der Manager der Glen-Albyn-Destillerie und auch die treibende Kraft hinter dieser erfolgreichen Destillerie (die Produktion verdoppelte sich zwischen 1887 und 1892). Da er keine Anteile an der Destillerie erwerben konnte, ging er eine Partnerschaft mit Charles Mackinlay & Company, einem Wein- und Whisky-Händler aus Leith, ein, kaufte ein Grundstück gegenüber von Glen Albyn am Caledonian Canal und baute die Glen-Mhor-Destillerie. Die Destillerie begann 1894 mit der Produktion, entworfen von Charles Doig, und verwendete eine wassergetriebene 30 Fuß hohe Turbine, bis sie in den frühen 1950er Jahren durch einen Elektromotor ersetzt wurde. Dennoch wurden die Schalter auf den Gärbottichen bis etwa 1960 noch mit Wasserkraft betrieben. Mackinlay & Birnie wurde 1906 eine Limited Company. John Walker & Sons hielt 40 % der Anteile und erwarb 1920 Glen Albyn. 1925 fügte Glen Mhor einen dritten Pot Still hinzu und 1963 wurden alle Pot Stills auf Dampfheizung umgestellt. 1949 installierte die Destillerie eine Saladin-Box. 1972 wurde Mackinlay & Birnie von D.C.L. übernommen und 1972 an S.M.D. übertragen. 1983 wurde Glen Mhor abgerissen und das Gelände ist heute ein Einkaufszentrum.

Kuriositäten

Sowohl Glenmorangie als auch Glen Albyn wurden über den Kaledonischen Kanal beliefert, darunter auch Torf von den Orkney-Inseln. Das Getränke-Magazin Harper's kommentierte: 'Das Äußere des Gebäudes ist unverziert. Dennoch ist die Destillerie solide konstruiert und gut angeordnet.'