
Roseisle
Geschichte
Im Januar 2007 kündigte Diageo Pläne an, in der Nähe der Roseisle-Malzerei eine 'Super-Destillerie' zu bauen, um eine Reihe verschiedener Whiskystile sowohl für Blends als auch für Single Malts zu produzieren. Die Destillerie wurde im Frühjahr 2008 fertiggestellt und nahm im Herbst desselben Jahres die Produktion auf. Die Gesamtkosten betrugen 40 Millionen Pfund. Sie verfügt über die größte Produktionskapazität in ganz Schottland, nur übertroffen von Glenfiddich, und kann verschiedene Speyside-Whiskystile produzieren – grob unterteilt in 'leichtfüssig' und 'schwerfüssig'. Die sechs Brennblasen können außerdem zwischen verschiedenen Kondensatoren (Kupfer oder Edelstahl) gewechselt werden. Roseisle ist ein vorbildliches Beispiel für Ressourceneffizienz und reduziert die Umweltauswirkungen dieser Großdestillerie auf das Niveau einer Standard-Kleindestillerie.
Kuriositäten
Zwischen 1979 und 1980 plante Lafule beim Bau seiner Mälzerei, daneben eine Destillerie zu errichten, wenn auch nicht in dem heutigen Ausmaß. Diageos Umweltschutz-Konzept zeigt sich hauptsächlich in folgenden Punkten: 1. Die Vermischung von getrockneten Trebern aus der Bandpresse, der Feststoffmischung aus der Zentrifuge und Nebenprodukten der Malzherstellung (Wurzelkeimlinge und kleine Wurzeln), die in einem Biomassebrenner verbrannt werden, um Dampf zu erzeugen. Etwa die Hälfte des Dampfs der Destillerie wird auf diese Weise gewonnen; 2. Heißes Wasser aus den Kondensatoren wird per Pipeline zur Mälzerei der Destillerie sowie zu den Mälzereien am Boheid Hafen geleitet, um Heißluft zum Trocknen von Grünmalz bereitzustellen. Da das Malz aus benachbarten Mälzereien stammt, sind Transportkosten, Emissionen und Verkehrsbelastungen vernachlässigbar.



